Mittwoch, 30. Juni 2010

Christian Wulff scheitert auch im zweiten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl 2010

BERLIN - JUNE 30: German Chancellor and head of the German Christian Democrats (CDU) Angela Merkel and presidential candidate Christian Wulff chat before the first round at the election of a new German president by the Federal Assembly on June 30, 2010 in Berlin, Germany. The Federal Assembly, which is comprised of Bundestag parliamentarians and other nationwide delegates, will choose a new president following the unexpected resignation of German President Horst Koehler at the end of May. The two main candidates are Christian Wulff, the official candidate of the ruling German government coalition, the Christian Democrats (CDU) and Free Democrats (FDP), and Joachim Gauck, who has the backing of the German Social Democrats (SPD) and the German Greens party. (Photo by Sean Gallup/Getty Images)Soeben wurde das Ergebnis im zweiten Wahlgang zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten bekanntgegeben. Erneut ist der Kandidat der schwarz-gelben Bundesregierung, Christian Wulff, gescheitert. Wie schon im ersten Wahlgang konnte er nicht die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Zwar erhielt er diesmal mehr Stimmen aus seinen Reihen, für die notwendige absolute Mehrheit hat es aber erneut nicht gereicht.

Für Christian Wulff stimmten 615 Wahlleute, der Gegenkandidat Joachim Gauck kam auf 490 Stimmen. Luc Jochimsen, die Kandidatin der Linken erhielt 123 Stimmen, und damit 3 weniger als im ersten Wahlgang, der NPD Kandidat Rennicke kam auf genau die 3 Stimmen die auch von der NPD abgegeben werden konnten. Ungültig war eine Stimme, es kam zu 7 Enthaltungen. Somit ist ein dritter Wahlgang notwendig, hier reicht dann aber bereits eine einfache Mehrheit.

Momentan wird darüber spekuliert, ob die Linke nun doch für Gauck stimmen wird. Mit den Zahlen des zweiten Wahlgangs würde dann dennoch Wulff mit 2 Stimmen Vorsprung gewinnen, es ist aber auch denkbar, dass einige der Wahlleute die ihre Meinung im zweiten Wahlgang geändert haben, nun wieder zu ihrer ursprünglichen Stimme zurückkehren.

Für Angela Merkel und ihre Regierungskoalition ist diese erneute Niederlage als böse Schlappe zu werten. Schwarz-Gelb hat in den nächsten Tagen reichlich Redebedarf. Alles Einschwören auf ihre Wahlleute in der Bundesversammlung haben nicht gereicht um eine geschlossene Wahl abzugeben. Aus welchen Reihen die Abweichler kommen ist aber nicht nachvollziehbar, da es sich bei der Wahl des Bundespräsidenten um eine geheime Abstimmung handelt und somit jeder der 1244 Wähler in der Wahlkabine alleine weiß, wo er sein Kreuz setzt.

Wenn die Linke sich dazu durchringt ein politisches Zeichen zu setzen wird es auf jeden Fall eng, was den Ausgang der Wahl angeht. Spannend und unvorhersehbar ist der Ausgang aber auf alle Fälle. Gegen 18:15 Uhr wird sich die Bundesversammlung erneut an die Wahlurne begeben. upset News wird aktuell über das Ergebnis des dritten Wahlgangs und damit über den neuen Bundespräsidenten berichten.

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