Sonntag, 6. Juni 2010

Fall Kachelmann - war der Staatsanwalt zu schnell? Aussage unglaubwürdig!

War der zuständige Staatsanwalt im Vergewaltigungsverfahren gegen TV-Moderator Jörg Kachelmann zu schnell mit seiner Anklage? Warum wartete er das Ergebnis eines selbst in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Glaubwürdigkeit des Opfers nicht ab? Begründet hat der Staatsanwalt sein Vorpreschen mit der Aussage, dass Haftsachen mit größtmöglicher Beschleunigung betrieben werden müssen.

Der zuständige Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge hat am 15. April ein Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers bei der Bremer Psychologin Luise Greuel in Auftrag gegeben. Ein Ergebnis des Gutachtens wurde für Ende Mai angekündigt. Oltrogge erhob aber bereits am 17. Mai Anklage gegen Kachelmann und nahm damit in Kauf, dass die Öffentlichkeit durch die Anklage ein Bild von Kachelmann erhält, dass nicht durch das Gutachten gestützt sei.

Der Spiegel berichtet inzwischen, dass die Aussagen des Opfers eklatante Mängel aufweisen. Seit Mittwoch liege das Gutachten nun vor und kommt laut Spiegel zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle. Die Tat konnte nach eingehender Befragung nur oberflächlich vom mutmaßlichen Opfer wiedergegeben werden. Die Frau gäbe Sachverhalte wieder, die nicht nur unwahrscheinlich seien, sondern in Teilen sogar unmöglich.

Damit sei zwar nicht erwiesen, dass es sich um eine Falschaussage handelt, die Frau habe aber bereits zwei Lügen zugegeben. Auch die Blutspuren am Messer, dass Kachelmann zur Durchführung der Tat benutzt haben soll, können nicht eindeutig zugewiesen werden. Die Rechtsmedizin kann die vorgefundenen Verletzungen auch weder eindeutig einer Fremdeinwirkung noch einer Selbstverletzung zuordnen.

Ein weiterer, von der Verteidigung eingesetzter, Rechtsmediziner kommt sogar zu dem Ergebnis, dass die geschilderte Tat mit der vorgefundenen Verletzung nicht in Einklang gebracht werden kann und folgert daraus eine vorgetäuschte Tat. Vom Anwalt des mutmaßlichen Opfers gibt es bisher keine Stellungnahme zu dieser Aussage.

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