Donnerstag, 1. Juli 2010

Berliner Grand Hyatt Pokerräuber verurteilt - Beute bleibt verschwunden

Mar. 06, 2010 - 05586897 date 06 03 2010 Copyright imago PEMAX 06032010 Berlin centre Tiergarten Armed Ueberfall on European Poker Tour in Grand Hyatt at Potsdam square MEI_Ueberfall_European_Poker_Tour jpg Poker Poker game Flag Objects emblem Emblem emblem Berlin premiumd Vdig 2010 horizontal Highlight City Angle Action shot.Am 6. März hatten 4 maskierte Räuber ein Pokerturnier der European Poker Tour (EPT) im Berliner Grand Hyatt Hotel überfallen und dabei eine knappe viertel Million Euro erbeutet. Der Überfall machte bundesweite Schlagzeilen, kurze Zeit später konnte die Polizei schon erste Erfolge verzeichnen. Zu dilettantisch sind damals die 4 Jungkriminellen aus Kreuzberg und Neukölln vorgegangen. Nach nur 2 Verhandlungswochen wurden jetzt vor Gericht die Urteile gegen die vier Angeklagten gesprochen. Alle vier Täter erhalten Haftstrafen von jeweils über 3 Jahren.

Die Täter Vedat S., Ahmat El-A., Mustafa U. und Jihad C. waren der Polizei schon vor dem Überfall wegen Körperverletzung, Diebstahl und Drogendelikten auffällig geworden. Nachdem die Täter die Tat vor Gericht gestanden hatten, verurteilte die neunte Strafkammer den 21-jährigen Kronzeugen Vedat S. wegen schwerem Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis. Seine drei 19- und 20-jährigen Mittäter wurden mit Jugendstrafen von je drei Jahren und sechs Monaten bedacht.

Verdat S. wurde zu Gute gehalten, dass er als Kronzeuge zur Verhaftung seiner Mittäter beigetragen hatte. Er war geständig und brachte die ermittelnden Behörden auf die Spur der anderen Beteiligten an dem Überfall. Die Staatsanwaltschaft forderte zuvor härtere Haftstrafen zwischen vier und fünf Jahren, die Verteidigung verlangte für drei der vier Angeklagten, die Haft zur Bewährung auszusetzen. Ein Rechtsanwalt forderte für seinen 20-Jährigen Mandanten eine Haftstrafe von einem Jahr.

Im Prozess hatten die jungen Männer übereinstimmend erklärt, erst kurz vor der Tat durch den Onkel eines Angeklagten, mit dem Überfall im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz beauftragt worden zu sein. Dieser Onkel, der zwei Wochen nach der Tat festgenommen wurde, soll einer der beiden Drahtzieher des Überfalls sein. Seit Ende Mai sitzt auch der zweite mutmaßliche Drahtzieher, der Teilnehmer des Pokerturniers war und aus dem Hotel per Handyanruf den "Sartschuß" gegeben haben soll, hinter Gittern. Der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Köpfe des Überfalls beginnt am 19. August.

Die Täter hatten im März 2010 mit einer Machete und Schreckschusswaffen bewaffnet das Grand Hyatt am Potsdamer Platz, Austragungsort eines großen EPT-Pokerturniers, gestürmt und rund 242.000 Euro aus dem Tresor geraubt bevor sie die Flucht in einem PKW antraten. Drei Security-Mitarbeiter wurden damals bei dem Überfall leicht verletzt. Über den Verbleib der Beute schweigen sich die Verurteilten noch immer aus.

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