Sonntag, 25. Juli 2010

Loveparade - Stadt Duisburg war schriftlich vorgewarnt

A couple walks in the tunnel where revelers were crushed during a stampede near the Love Parade festival in Duisburg July 25, 2010. A stampede killed at least 18 people after mass panic broke out in a tunnel at a Love Parade techno music festival in Germany on Saturday. Overcrowding at the entrance tunnel to a former freight rail station where the event was being held sparked the stampede and then a crush among the mainly young festival-goers, police said. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: DISASTER IMAGES OF THE DAY)Polizei und Feuerwehr haben Monate vor der Loveparade in Duisburg massive Vorbehalte über das Sicherheitskonzept geäußert. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" (Montagausgabe) soll der Direktor der Duisburger Berufsfeuerwehr den Oberbürgermeister der Stadt im Oktober 2009 schriftlich davor gewarnt haben, die Veranstaltung auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs stattfinden zu lassen.

Sinngemäß soll es in dem Schreiben heißen, dass die Platzfläche nicht ausreiche, um die zu erwartende Masse an Besuchern aufzunehmen. Auch innerhalb der Polizei regt sich heftiger Unmut über die Organisation der weltweit bekannten Technoparade.

Zwei Kölner Einsatzhundertschaften waren bei der Veranstaltung im Einsatz, eine sogar unmittelbar an dem Tunnel, in dem die Panik losbrach. Einige der Beamten hatten das Gelände bereits vorige Woche erkundet und im Anschluss intern starke Bedenken geäußert. Eine Kollegin hätte ihm mitgeteilt, "heilfroh zu sein, wenn
das hier zu Ende ist", berichtete ein hochrangiger Polizist dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Als "unglaublich" hätten erfahrene Hundertschaftsführer es schon im Vorfeld empfunden, dass für den Ein- und Ausgang des Geländes nur diese einzige, etwa 300 Meter lange Unterführung vorgesehen war.

A neighborhood pass for the Love Parade 2010 hangs on a wall decorated with flowers to commemorate the victims of a stampede in Duisburg July 25, 2010. At least 19 people were killed and some 80 people were seriously injured in a stampede at the Love Parade techno music festival in the western German city on Saturday, after overcrowding at an entrance gate sparked a stampede, police said. REUTERS/Wolfgang Rattay  (GERMANY - Tags: DISASTER)

Die Polizeigewerkschaft sieht die Schuld für die Tragödie auf der Loveparade bei Stadt und Veranstalter. "Letztlich sind Stadt und Veranstalter für die Tragödie verantwortlich. Ich habe schon vor einem Jahr gewarnt, Duisburg ist kein geeigneter Ort für die Loveparade. Die Stadt ist zu klein und eng, für derartige Veranstaltungen", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Rainer Wendt, der "Bild".

Das Problem sei nicht das Festival-Gelände, sondern die Wege dorthin. Auf die Frage, welche Schuld die Polizei trage, sagt der GdP-Chef: "Keine. Natürlich legt die Polizei-Führung immer ein Sicherheitskonzept vor. Ob das angenommen wird, liegt in anderen Händen. Ein Veto-Recht, falls anders entschieden wird, haben wir nicht." Die Polizei war laut Wendt an der Erarbeitung des Sicherheitskonzepts für die Loveparade nicht beteiligt. "Man kann da jetzt draus schließen, was man will", sagt der Gewerkschaftschef.

Newsquelle: dts Nachrichtenagentur

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