Sonntag, 25. Juli 2010

Mindestens 19 Tote bei Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg

Bei der "Loveparade" in Duisburg sind am Samstagnachmittag bei einer Massenpanik mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. 16 Besucher des Festes starben direkt am Veranstaltungsort, 3 weitere erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Zu dem Unglück kam es gegen 17:30 Uhr in einem Tunnel beim Haupteingang. Offenbar hatten zahlreiche Menschen eine Absperrung übersprungen und in den Tunnel gedrängt.

Nach der Massenpanik sind erste Anschuldigungen an die Polizei laut geworden. "Die Leute sind reihenweise umgefallen, aber die Polizei hat immer weiter von beiden Seiten Menschen in den Tunnel geschickt", sollen Augenzeuge nach Informationen der WAZ-Mediengruppe gesagt haben. Die Polizei hatte den Eingang zum Gelände kurz vor dem Unglück gegen 17:30 Uhr geschlossen.

Von den schätzungsweise rund 1,4 Millionen Besuchern der Loveparade bekamen viele zunächst nichts von dem tragischen Unfall mit. Die DJs legten zunächst weiter auf, über den Livestream der Veranstalter waren noch zweieinhalb Stunden nach dem Unglück fröhlich tanzende Menschen zu sehen. Die Polizei forderte viele Menschen auf, das Gelände zu verlassen, was bei den ahnungslosen Besuchern zu teils aggressivem Verhalten führte, so Augenzeugen.


Nach der Massenpanik mit mindestens 19 Toten und weit über 100, zum teil schwer Verletzten bei der "Loveparade" sind Amateurvideos vom Unglücksort im Internet aufgetaucht. Auf der Video-Plattform "YouTube" war ein Video zu sehen, auf dem die Polizei die Besucher nicht aus dem Tunnel heraus lässt, während gleichzeitig Menschen, die die Veranstaltung verlassen wollten, in entgegen gesetzter Richtung in den Tunnel hinein geschickt wurden.

Auf einem anderen Video aus dem Tunnel waren unzählige Menschen, aber nichts von panischer Stimmung zu sehen. Statt dessen singen die Besucher ähnlich wie in einem Fußball-Stadion. Augenzeugen sagten unterdessen dem WDR, einige der Opfer seien "einfach umgefallen" und "totgetrampelt" worden.

Trotz der Tragödie geht die Party bei der Abschlussveranstaltung munter weiter. Tausende Menschen tanzten noch lange nach dem Unglück fröhlich zu den Beats verschiedener DJs. Bei der Liveübertragung des Veranstalters waren noch zweieinhalb Stunden nach dem Unglück lachende Gesichter und gut gelaunte Raver zu sehen. Nach dem Willen von Polizei und Veranstaltern sollen sie von der Massenpanik vom späten Nachmittag nichts mitbekommen, um eine weitere Panik zu vermeiden. Die Handynetze am Veranstaltungsgelände waren überlastet, so dass viele Teilnehmer keine Chance hatten, von dem Unglück zu erfahren.

Newsquelle: dts Nachrichtenagentur
Bild: Amateuraufnahme vor der Massenpanik auf der Loveparade (Foto: Youtube, über dts Nachrichtenagentur)
Bild: Live-Bilder von der "Loveparade" 2010 in Duisburg (Foto: über dts Nachrichtenagentur)


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