Montag, 12. Juli 2010

Pannenserie bei der Bahn setzt sich fort - Klimaanlagen fallen weiter aus

Nach der Pannenserie vom Wochenende ist auch am Montag erneut eine Klimaanlage in einem IC-Zug der Deutschen Bahn ausgefallen. In einem Zug von Berlin nach Amsterdam seien die Temperaturen nach dem Ausfall der Klimaanlage auf über 40 Grad angestiegen, berichteten Reisende.

Mehrere ältere Fahrgäste waren in Wagen geleitet worden, in denen die Anlage noch funktionierte. An einigen Stellen hielt der Zugführer die Bahn an, um den Passagieren das Aussteigen an die frische Luft oder das Öffnen der Fenster zu ermöglichen. In Hannover war der IC dann schließlich endgültig gestoppt worden, die Reisenden wurden an eine überfüllte Regionalbahn weitergeleitet.

Unterdessen wurden mehr Pannen vom Wochenende bekannt als die Bahn bislang gemeldet hatte. Nachdem der Konzern drei Vorfällen auf der Verbindung Berlin - Köln/Düsseldorf am Samstag eingestanden hatte (wir berichteten), war am Montag auch von ähnlichen Vorfällen auf den Strecken von Hamburg in Richtung Ruhrgebiet (unser Bericht) sowie von Berlin nach Amsterdam am Sonntag berichtet worden.

Manche Reisende waren aufgrund der Hitzebelastung von rund 50 Grad Celsius kollabiert und mussten von Rettungskräften versorgt werden. Die Bundespolizei hat unterdessen die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung aufgenommen. Kritik kommt inzwischen auch von Seiten der Politik. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) etwa forderte umgehende Überprüfungen der Züge und Anlagen.

Politiker fordern Konsequenzen


Angesichts des Hitze-Chaos in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der FDP, Patrick Döring, die Bahn zu Korrekturen beim Service auf und warnt vor weiteren Sparmaßnahmen im Bereich der IC-Flotte. "Wenn die Klimaanlage ausfällt, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass für Bahnreisende ausreichend gekühlte Getränke an Bord sind oder eisgekühlte Handtücher verteilt werden, wie das in anderen Ländern üblich ist", sagte Döring der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe).

Döring, zugleich Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn, forderte eine "lückenlose Überprüfung" der Wartungshistorie der betroffenen Züge. "Es kann nicht sein, dass der mitteleuropäische Winter zu kalt für die Bahn war und der mitteleuropäische Sommer zu heiß ist", sagte Döring. Die Bahn müsse den betroffenen Reisenden zudem mit "kulanten" Entschädigungsregelungen entgegenkommen.

Newsquelle: dts Nachrichtenagentur
Bild: Bord Restaurant eines ICE-Zuges (Foto: Deutsche Bahn, über dts Nachrichtenagentur)


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