Dienstag, 21. Dezember 2010

Wenig Bedienkomfort bei WLAN Internetradios - Stationstasten vergeblich gesucht

Internetradios bieten ein schier unerschöpfliches Angebot globaler Unterhaltung und Informationen. Tausende Sender gibt es direkt auf Knopfdruck - so das Versprechen der Hersteller. Doch meist muss man viele Knöpfe drücken, um ans Ziel zu gelangen. Gerade einmal fünf Geräte aus dem 15er-Testfeld haben Stationstasten, um Sender direkt abzurufen, schreibt das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe 1/2011.

Laut aktueller ARD/ZDF-Online-Studie besitzen bereits acht Prozent aller deutschen Haushalte ein WLAN-Radio. Ihren Status als Nischenprodukt für technisch besonders versierte Zeitgenossen haben die Geräte inzwischen deutlich überwunden.

"Ob als klassisches Kofferradio, robustes Outdoorgerät, Radiowecker oder als Ministereoanlage: Ein gutes Internetradio muss sich immer in drei Disziplinen bewähren", sagt c't-Redakteur Sven Hansen. Erstens muss es das alte UKW-Radio in punkto Senderauswahl locker in die Tasche stecken - das tun die meisten Geräte und bieten darüber hinaus noch einen bequemen Zugriff auf die Audio-Archive vieler Sender. Zweitens sollten die Geräte als Streaming-Clients arbeiten - Musik vom Server im Arbeitszimmer lässt man so auch bequem in anderen Räumen erklingen. Zu guter Letzt ist eine möglichst breite Unterstützung für spannende Zusatzangebote aus dem Netz wünschenswert: "Für ein personalisiertes Musikerlebnis sollten Top-Geräte Musikdienste wie Last.fm, Aupeo! oder Napster nutzen", ergänzt c't-Experte Sven Hansen.

Wer sich im täglichen Betrieb nicht durch komplexe Listen mit Tausenden Stationen quälen will, weiß Stationstasten zu schätzen. "Allerdings bieten mit Indio petit, Squeezebox Radio, Oxx Digitals Classic, Revos Heritage und dem Noxon iRadio 300 gerade einmal fünf der getesteten Geräte Stationstasten, um Sender direkt einzustellen", bedauert Sven Hansen. Auch beim Abrufen zusätzlicher Internetdienste besteht noch Nachholbedarf. "Hier überrascht ausgerechnet Xoros HMT 350 - mit 95 Euro eines der günstigsten Geräte im Test - mit witzigen Ideen. So macht Xoro mit dem Empfang von Internet-TV den Radiowecker zum Mäusekino."

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