Sonntag, 12. Februar 2012

Duisburg wählt OB Sauerland aus dem Amt - Wahlbeteiligung mehr als ausreichend

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde heute von seinen Bürgern aus dem Amt gewählt. Zur Abwahl des, durch die Katastrophe bei der Loveparade ins Kreuzfeuer geratenen, 56-jährigen CDU Politiker hat es nicht nur eine Mehrheit, sondern auch eine Wahlbeteiligung von über 25% gebraucht.

In Zahlen ausgedrückt hätten am heutigen Sonntag rund 92.000 Bürger gegen Sauerland stimmen müssen, etwas über 129.000 taten dies dann auch, bei rund 21.500 Stimmen für einen Verbleib Sauerlands im Amt des Oberbürgermeisters. 2 Tage hat Sauerland nun Zeit seine Kisten zu packen, am Mittwoch wird er seines Amtes entledigt.

Innerhalb von sechs Monaten muss ein Nachfolger für das Amt des OB gewählt werden. „Unsere Aufgabe wird es morgen sein, mit allen Parteien zu sprechen und Sondierungsgespräche zu führen, um einen Oberbürgermeisterkandidaten zu finden“, zitiert die „Rheinische Post Online“ den NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD). Als nächstmöglichen Termin für die Neuwahl nannte Jäger den 17. Juni 2012, zwei Wochen später könnte eine mögliche Stichwahl stattfinden.

Sauerlands reguläre Amtszeit hätte bis in den Spätsommer 2015 angedauert. Für die heutige Abwahl hatte er sich recht sicher gefühlt, LOVEFiLM – Online DVD Verleih – Wir lieben Filme!in den letzten Tagen sogar mehrfach damit geliebäugelt, 2015 vielleicht noch einmal anzutreten.

Sauerlands Gegner werfen ihm vor, für die Genehmigung der Loveparade in Duisburg, bei der 21 Menschen zu Tode kamen und mehrere hundert verletzt worden, politisch voll verantwortlich zu sein. Auch hätte er im Umgang mit den Hinterbliebenen der Opfer gänzlich versagt. Sauerland weist jegliche Verantwortung an der Massenpanik von sich und hat sich bis zuletzt geweigert, freiwillig zurückzutreten, wohl auch vor dem Hintergrund des Wegfalls seiner Pension. Nach seiner Abwahl kassiert er nun, bis zum Ende seiner regulären Amtszeit rund 72 Prozent seiner Dienstbezüge, anschließend erhält er monatliche Bezüge entsprechend seiner Pensionsansprüche.

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